Landwirtschaft

Unser Amtsgebiet umfasst ca. 279.900 Hektar. Davon werden 31 Prozent, das entspricht 88.118 Hektar, landwirtschaftlich genutzt.

In unserer Region prägen 2.128 landwirtschaftliche Betriebe die Kulturlandschaft. Wichtigste Anbaukulturen sind Winterweizen, Wintergerste und Braugerste.

Meldungen

Einstufung der Gewässer in Landkreis und Stadt Aschaffenburg abgeschlossen

Ab dem 06.09.2021 bis 18.10.2021 kann sich jeder darüber informieren, ob sich randstreifenpflichtige Gewässer (auch wasserführende Gräben) in seinem Betrieb befinden. Über den Link  

Gewässerrandstreifen im Landkreis Aschaffenburg - Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg (bayern.de) Externer Link

oder direkt auf der Internetseite des WWA Aschaffenburg kann für jede Gemeinde eine Karte mit den gewässerrandstreifenpflichtigen Gewässern aufgerufen werden. In diesen 6 Wochen können Einwände gegen die Einstufung vorgenommen werden. Dabei muss das Feldstück genau benannt werden mit Gemarkung und Flurnummer (die FID-Nummer kann vom WWA nicht zugeordnet werden).
Ab 01.07.2022 sind die Gewässer im Umweltatlas der LfU etabliert und verpflichtend einzuhalten.

Welche Auflagen bestehen bei einem Gewässerrandstreifen (GWR)?

In einem Streifen von 5 m (bei staatlichen Grundstücken an Gewässer I.- und II.-Ordnung 10 m) ist eine ackerbauliche bzw. gartenbauliche Nutzung und auch eine Dauerkultur verboten.
Eine Grünlandnutzung ist weiterhin möglich. Auf diesen Grünlandflächen ist auch nach wie vor eine Düngung nach den Vorgaben der Düngeverordnung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln für das Grünland unter Beachtung der Abstandsregeln zulässig.
Bei der Messung wird von der Feldstücksgrenze bis zur Uferlinie (Mittelwasserstand) gemessen (falls vorhanden, wird die Böschungsoberkante empfohlen). Beträgt der Abstand über 5 m, ist keine Digitalisierung erforderlich. Ist der Abstand unter 5 m, liegt die Differenz im Feldstück und muss digitalisiert und auch eingehalten werden. Der Gewässerrandstreifen muss vom Landwirt in IBALIS im Layer Gewässerrandstreifen digitalisiert werden.
Die Entschädigung beträgt für 2 Jahre 500 €/ha, danach 200 €/ha.
Neben den GL-Nutzungen und entsprechenden Codierungen können GWR als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) mit Code 062, 054, 058 beantragt werden.

Landbautag 2021 in Röllbach, Landkreis Miltenberg, abgesagt

Auf Grund der Pandemie und der sich daraus ergebenden Auflagen/Vorgaben müssen wir leider unseren diesjährigen Landbautag im Juni in Röllbach als Präsenzveranstaltung absagen. Wir können diese Veranstaltung nicht wie in gewohnter Weise anbieten. Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung.  

Eigenständige Besichtigung möglich
Alternativ bieten wir Ihnen an, die angelegten Demoflächen eigenständig zu besichtigen. Vor Ort finden Sie Winterweizen-, Wintergersten- und Rapssorten im Anbau. Auch Zwischenfruchtmischungen haben wir ausgesät.
Die Demoflächen liegen direkt am Aussiedlerbetrieb Frank Grimm. Die Demoparzellen haben wir ab dem 7. Juni beschildert und im Versuchsführer werden die Sorten und die Produktionstechnik vorgestellt.

Wir würden uns freuen, wenn von der Besichtigung reger Gebrauch gemacht wird.

Feldtag 2021 – Direktsaat Mais und Rüb

Das AELF Würzburg hat in Zusammenarbeit mit dem AELF Karlstadt und der Regierung von Unterfranken auf dem Demobetrieb Gewässerschutz Franz Walch in Sonderhofen wieder einen Schauversuch zur Thematik "Direktsaat von Reihenkulturen" nach Zwischenfrüchten angelegt.
Auf Teilflächen mit unterschiedlichen Zwischenfruchtmischungen wurden Zuckerrüben und Mais im Direktsaatverfahren bestellt. 

Wegen Corona sind derzeit leider keine Präsenzveranstaltungen möglich. Eine entsprechende Beschilderung ermöglicht es aber allen Landwirten und anderen Interessierten, die Flächen in Eigenregie zu erkunden. Die Zufahrt zum Versuch ist an den Hauptzufahrtsstraßen (Sonderhofen-Gelchsheim, Sonderhofen-Bolzhausen) mit Wegweisern gekennzeichnet.

Wir würden uns freuen, wenn auch hier von der Besichtigung reger Gebrauch gemacht wird.

Ökologische Vorrangflächen (ÖVF)
Freigabe zur Futternutzung in mehreren Landkreisen und Städten

Kleegras mit Rotklee

Brachliegende Flächen als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) sowie sonstige Brache­flächen dürfen ab sofort für Futter­zwecke in der Tierhaltung genutzt werden. Diese allgemeine Freigabe gilt für die Land­kreise Ansbach, Berchtesgadener Land, Erlangen/ Höchstadt, Forchheim, Fürth, Haßber­ge, Hof, Kitzingen, Miesbach, Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Oberallgäu, Rosen­heim, Roth, Schweinfurt, Traunstein und Würzburg.  

Darüber hinaus gilt die Regelung auch für die kreisfreien Städte Ansbach, Erlangen, Fürth, Hof und Schweinfurt. In diesen Gebieten ist keine vorherige Genehmigung durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) erforderlich.

Pressemitteilung - Staatsministerium Externer Link

Mäh-Knigge
Handlungsempfehlungen zur tierschonenden Mahd

Hand hält Kitz vor Wiese

Immer wieder kommen Wildtiere bei der Mahd zu Schaden. Der Mähknigge gibt Handlungsempfehlungen für Landwirte, wie Wildtiere bei der Mahd geschont werden können. Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat dazu eine Publikation erstellt.
Fördermöglichkeiten für eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Befliegen der Fläche vor der Mahd bestehen seit März 2021. 

Eingetragene Vereine, zu deren satzungsgemäßen Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens sowie des Tier-, Natur- und Landschaftsschutzes oder die Rettung von Wildtieren gehören, können Fördermittel für die Anschaffung von geeigneten Drohnen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen.
Die Technik kann aber nur unterstützen. Die Verantwortung bleibt beim Bewirtschafter, daher ist eine große Sorgfalt vor und während der Mahd notwendig.  

Mäh-Knigge - LfL Externer Link

Förderprogramm Drohnen - BLE Externer Link