Mit kleinen Gewässern große Wirkung
Amphibienschutz zeigt deutliche Erfolge
Zoombild vorhanden
© F. Beck
Die Lage ist ernst: Elf der 19 in Bayern heimischen Amphibienarten gelten als bedroht. Selbst einst häufige Arten wie Teichmolch und Grasfrosch stehen inzwischen auf der amtlichen Vorwarnliste.
Amphibien sind besonders gefährdet, da sie gleichzeitig auf zwei intakte Lebensräume angewiesen sind: Gewässer für Fortpflanzung und Larvenentwicklung sowie feuchte, schattige Landlebensräume für die erwachsenen Tiere. Geeignete Laichgewässer werden immer seltener, und häufig zerschneiden Verkehrswege die Wanderkorridore zwischen den Lebensräumen.
Zoombild vorhanden
© G. Wobschall
Denn Wasser allein hilft den Amphibien nicht. Die meisten einheimischen Arten verbringen den Großteil ihres Lebens an Land. Hier sind sie auf geeignete Rückzugsorte angewiesen, die sie vor großer Sonneneinstrahlung und vor Fressfeinden schützen.
Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg
Zoombild vorhanden
Der Springfrosch verankert seine Laichballen gerne an Ästen (© F. Beck)
„Das ist ein toller Erfolg“, freut sich Fasse und lobt das große Engagement von Wobschall, der „mit viel Herzblut Großartiges für die Biodiversität leistet“. Denn die neu geschaffenen Tümpel bieten nicht nur Amphibien Lebensraum. Auch Libellen, Wasserkäfer sowie Pflanzenarten wie Sumpfschwertlilien und Torfmoose haben sich bereits angesiedelt und werden mit den Jahren im Bestand wachsen. Das vielfältige Mosaik aus Gewässern ist somit ein Refugium nicht nur für Amphibien, sondern für zahlreiche Arten, die in unserer heutigen Landschaft immer weniger geeignete Lebensräume finden.
Der Kommunalwald Kreuzwertheim zeigt eindrucksvoll, dass sich mit überschaubarem Aufwand viel für den Erhalt der Biodiversität erreichen lässt.

